Lerne Assistentin Gesundheit und Soziales, werde Fachfrau Langzeitpflege und -betreuung

Profis kommen weiter: zum Beispiel Amina Aboudou

Amina Aboudou durchlief die obligatorische Schulzeit in Togo. In der Schweiz verwirklichte sie ihren Traum, eine Ausbildung in der Pflege zu absolvieren. Heute ist sie in einem Alters- und Pflegeheim tätig.

Sie sind mit einer beruflichen Grundbildung als Assistentin Gesundheit und Soziales ins Erwerbsleben gestartet. Wieso?
Schon als Kind half ich gerne anderen und unterstützte beispielsweise ältere Menschen mit kleinen Botengängen. Mein Kindheitstraum war es, später einen Beruf auszuüben, bei dem ich für und mit Menschen arbeiten kann. Als ich mit 17 Jahren aus Togo in die Schweiz kam, entschied ich mich deshalb für eine Ausbildung in der Pflege: Nach der Attestlehre Assistentin Gesundheit und Soziales absolvierte ich die dreijährige Lehre zur Fachfrau Gesundheit. 

Heute sind Sie Fachfrau Langzeitpflege und -betreuung. Was hat Sie bewogen, neue Wege zu gehen?
Ganz neue Wege beschritt ich nicht, denn ich blieb dem Gesundheitswesen treu. Die Weiterbildung absolvierte ich mit dem Ziel, mein Fachwissen zu vertiefen und zu erweitern. Dies ist wichtig, weil die Pflegetheorie ständig weiterentwickelt wird, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern. Für mich ist es deshalb zentral, auf dem Laufenden zu bleiben.

Welche Hürden mussten Sie auf Ihrem Bildungsweg überwinden?
Das Schulsystem in Togo unterscheidet sich von demjenigen in der Schweiz. Während der obligatorischen Schulzeit in meinem Ursprungsland musste ich sehr viel auswendig lernen. In meinen Ausbildungen in der Schweiz hingegen war es wichtig, Zusammenhänge zu erkennen und selbstständig Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Zu Beginn fiel es mir etwas schwer, mit diesen Anforderungen klarzukommen. Ich erhielt jedoch viel Unterstützung von Bezugspersonen, die das schweizerische Bildungssystem gut kennen.

Was haben Sie in der Grundbildung gelernt, das auch für Ihre heutige Tätigkeit unverzichtbar ist?
Nebst dem erworbenen Grundlagenwissen, das für einen Beruf in der Pflege Voraussetzung ist, habe ich in meiner Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit auch meine Sozialkompetenzen verfeinert. Dazu gehören beispielsweise aktives Zuhören, eine gute Kommunikation und ein angemessener Umgang mit Nähe und Distanz. Auf diese Fähigkeiten kann ich heute im Berufsalltag zurückgreifen.

Weshalb lohnt sich Weiterbildung?
Die Anforderungen an die Pflege verändern sich. Zudem sind sowohl in der Pflege wie auch in der Medizin laufend neue Forschungsergebnisse verfügbar. Es ist deshalb wichtig, dass man sein Wissen à jour hält und sich weiterbildet. Auf das bisher Erreichte bin ich stolz und ich habe bereits das nächste Ziel vor Augen: In ein paar Jahren möchte ich mit der Ausbildung zur Pflegefachfrau HF starten – denn die Pflege ist und bleibt mein Traumberuf.

Amina Aboudou

Alter

31

Erstberuf

Assistentin Gesundheit und Soziales EBA

Andere Abschlüsse

Fachfrau Gesundheit EFZ
Fachfrau Langzeitpflege und -betreuung BP

Betrieb

Senevita Wydenpark, Studen  

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